Montag, Oktober 31, 2005


Voelkerschlachtdenkmal

Abgestempelt




Zum Glück sind die Menschen verschieden! Der Eine ist ein guter Theoretiker und der Andere ein guter Praktiker. Du kannst gut mit Waffen umgehen und ich vielleicht gut kochen. Jeder trägt eine oder mehrere Begabungen in sich.


Diese zu entdecken und zu fördern ist die eigentliche Bestimmung unseres Lebens!
Oft liegen wir falsch und denken, wir hätten unsere Begabung gefunden, doch es ist oft nur ein kleines Talent, das in uns schlummert, wie bei mir das Kochen.
Oft hatte ich Besuch, der kam, um bei mir zu speisen oder mit mir zu kochen, auch wenn meine Behausung wahrlich kein Palast war und vieles den Rahmen störte. Ich bin kein 5 Sternekoch, doch ich koche gern und mit Liebe!
Nun meist wenn ich gekocht habe sieht es in der Küche aus, wie nach einem Artillerievolltreffer, aber auch daran arbeite ich noch.
Aber was ich dabei gelernt habe ist, dass manchmal weniger mehr ist!
Für 100 Mann zu kochen ist ein leichtes, aber für nur Zwei zu kochen ist eine Meisterleistung!
Egal, wie ich rechne. Ob ich nun 50 oder 150 Gramm Fleisch pro Person rechne und 100 Gramm Gemüse – es reicht im Endeffekt immer für 8 Personen, auch wenn ich nur für Zwei kochen wollte.
Das Ergebnis ist niederschmetternd!
Der Tisch ist weiß gedeckt! Die Kerzen spiegeln sich in den Wein und Sektgläsern wieder, der Wein leuchtet feurig Rot und verströmt einen Duft, der das Rosenöl, das in der Öllampe auf der Anrichte seine Atmosphäre verströmen soll, richtig in den Schatten stellt.
Das Licht ist abgedunkelt, damit die Kerzen und der, in das Fenster scheinende, goldgelbe Vollmond ihre Wirkung nicht verfehlen!
Dinner for two! Thema: Weltreise
Der Salat führte uns nach Asien. Die asiatischen Nudeln werden mit Thunfisch, Gemüse und Ingwer sowie Chili angerichtet und sollen etwas einheizen, dann geht es nach Indien. Die Gurken – Tomaten Suppe, in die außer Tomaten und Gurken noch Wassermelone, Zwiebeln und Minze hineinkommt, soll die Geschmacksnerven wieder etwas besänftigen. Außerdem enthält sie wenig Fett.
Die Hauptspeise ist italienischer Natur. Es gibt Roulade nach italienischer Art. Die Füllung besteht aus Oliven, Orangen und Basilikum. Dazu gibt es Gemüse und Pommes frites.

Sie schwelgte von einem Höhepunkt zum nächsten. Ihre Augen glänzten bei jedem Bissen erneut, wie der hellste Stern am Firmament. Ihre Begeisterung war das größte lob, was sie mir machen konnte! Es war wie ein Versprechen, eine Ankündigung von etwas Großem und ich schwebte in die Küche, um das Dessert zu holen.
Es gab Mousse au chocolat!
Die Kerzen waren fast herunter gebrannt und meine Angebetete hing auf ihrem Stuhl und sagte nur noch, dass sie sich nicht mehr bewegen könne, ohne platzen zu müssen oder Gefahr zu laufen etwas von dem Essen wieder hergeben zu müssen.
So saß sie wohl noch eine ganze Weile, bis sie dann schließlich meinte, es war wohl doch etwas viel Essen gewesen und sie würde jetzt wohl besser nach Hause gehen, um schlimmeres zu verhüten. Sie freue sich aber schon auf das nächste Essen!
Na ja, manchmal ist halt doch weniger mehr!

Wehe!

Wehe, wenn sie losgelassen!

Im Grunde genommen sind doch Menschen, die so richtig ausgelassen feiern können zu beneiden!
Sie tanzen, singen und sind einfach nur glücklich.
Ich habe viele solcher Partys gesehen, da ich nebenbei in einer Kneipe jobbe und nicht selten sind dabei auch Unmengen an Alkohol geflossen! Als Kellner sieht man es aus einem anderen Blickwinkel – man bleibt ja nüchtern! Es ist nicht meine Art, während der Arbeit zu trinken, was nicht heißt, dass ich keinen Spaß mitmache, wenn er nur halbwegs Niveau hat.
Jedoch die Menge, die einige an Alkohol konsumieren können ist schon erschreckend! Es gibt tatsächlich Typen, die eine ganze Flasche „Moorgeister“ (56 %iger Alkohol) wie Tee trinken können. Wahrscheinlich wäre das auch gut gegangen, wenn da nicht noch 8 Bier und ein paar „Klare“ gewesen wären. Die Feiglinge, die von anderen ausgegeben wurden habe ich da sogar noch unterschlagen.
Es ist wohl nur einem glücklichen Umstand zu verdanken, dass seine Vermessungsversuche der umliegenden Gehwege erst außerhalb unserer Kneipe begonnen hatte.
Nun es war wenigstens ein ruhiger Zeitgenosse, der keinen Streit wollte!
Wer schon einmal in einer Kneipe gearbeitet hat wird mir zustimmen, dass besoffene Männer schon etwas Furchtbares sind, aber das schlimmste, was einem nüchternen Kellner passieren kann ist eine Horde besoffener Weiber! Ich bitte diesen Ausdruck zu entschuldigen, aber ich bin keiner anderen Bezeichnung fündig geworden.
Sie pöbeln, sie grapschen und sie sind tatsächlich in der Lage jegliche Erziehung, die eventuell früher einmal vorhanden war, vollständig über Bord zu werfen.
Ich bin mir sehr sicher, dass die Heuschreckenplage, von der in der Bibel gesprochen wurde, nur ein Gleichnis war!